Autonomer 24/7-Palettentransport bei Würth Industrie Service in Bad Mergentheim

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Direkt an die Verpackungsmaschine: Autonomer 24/7-Palettentransport bei Würth Industrie Service

Produktivbetrieb seit 2025
Bad Mergentheim

Im Europäischen Logistikzentrum der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG in Bad Mergentheim übernehmen vier autonome mobile Roboter (AMR) von Pixel Robotics den Palettentransport – rund um die Uhr und im Mischverkehr mit Menschen und Staplern. Das Besondere: Die AMRs fahren zur Palettenübergabe selbstständig in die gesicherten Bereiche der Verpackungsmaschinen ein; die Freigabe wird in Echtzeit per Schnittstellen-Handshake mit dem Würth-System und der Maschinensteuerung abgestimmt.

Auf einen Blick

Kunde
Würth Industrie Service GmbH & Co. KG
Branche
C-Teile- und Kanban-Logistik für Industriekunden
Einsatzbereich
Palettentransporte zwischen Hochregallager, Pufferflächen, Palettenmagazin und Verpackungsmaschinen
Ladungsträger
EUR-Paletten
Flotte
4 autonome Palettentransporter
Integration
REST-Schnittstelle zum Würth-System inkl. Safety-Gate-Freigabe an Maschinen; ca. 45 Deckenkameras mit KI-Bildverarbeitung
Betrieb
bis zu 24/7, automatisches Lademanagement
Kernergebnis
In 4 Wochen Großteil der Prozesse produktiv, Skalierung von 2 auf 4 Roboter im laufenden Betrieb, bis zu 24/7-Betrieb

Die Ausgangssituation

Die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG versorgt von Bad Mergentheim aus Industriekunden in ganz Europa mit C-Teilen und Kanban-Logistik.

In einem zentralen Logistikbereich des Europäischen Logistikzentrums fallen täglich zahlreiche Palettentransporte an: vom Hochregallager zu Pufferflächen, von Verpackungsmaschinen zurück ins Lager – bislang manuell mit Staplern und Hubwagen gefahren. Die Transporte verbinden viele Prozesspunkte miteinander: Übergabeplattformen am Hochregallager, Pufferflächen für unterschiedliche Warengruppen (u. a. Leihgut und Handsortimente), einen Clearing-Bereich sowie mehrere Verpackungsmaschinen mit zugewiesenem Leerpaletten-Magazin (Palomat).

Besonders kritisch ist die Versorgung der Verpackungsmaschinen: Sobald eine volle Palette abgeholt wird, muss innerhalb weniger Minuten eine Leerpalette nachgestellt werden – sonst steht die Produktion.

Besondere Herausforderungen:

  • Der Bereich ist kein abgesperrtes Robotik-Areal – Mitarbeiter, Stapler und Hubwagen nutzen dieselben Flächen und Fahrwege
  • Enge zeitliche Kopplung an die Verpackungsmaschinen (Leerpaletten-Nachschub in wenigen Minuten)
  • Die Lösung musste sich ohne bauliche Veränderungen in den realen Mischbetrieb einfügen
PIXEL PT transportiert eine leere EUR-Palette vor den Verpackungsmaschinen im Europäischen Logistikzentrum von Würth Industrie Service
Leerpalette auf dem Weg zur Verpackungsmaschine

Die Lösung

Pixel Robotics automatisiert die Transporte mit einer Flotte von vier autonomen Palettentransportern, orchestriert über das Flottenmanagement W2MO.

Kamerabasierte Lokalisierung und Umgebungserfassung

Damit die AMRs ohne bauliche Navigationsinfrastruktur im realen Mischbetrieb arbeiten können, erfassen rund 45 Deckenkameras mit KI-Bildverarbeitung den gesamten Bereich. Sie lokalisieren Roboter und Paletten, erkennen Stapler, Hubwagen und Personen und erzeugen einen digitalen Zwilling des Lagers in Echtzeit.

Tiefe IT-Integration

Über eine REST-Schnittstelle sendet das Würth-System Transportaufträge direkt an das Flottenmanagement und erhält Statusmeldungen in Echtzeit zurück (Auftrag angenommen, Palette aufgenommen, Ziel erreicht).

Auftragserzeugung ohne Terminal

Für die Anlaufphase vor GoLive der REST-Schnittstelle mussten Mitarbeiter keine Aufträge an einem Terminal erfassen: Ein Marker (Tag) auf der Palette genügte; die Kameras erkannten ihn, und das System erzeugte automatisch den passenden Transportauftrag zum richtigen Ziel. Zusätzlich löst eine kamerabasierte Füllgrad-Erkennung der Pufferflächen Transporte automatisch aus.

Direkte Maschinenanbindung mit Sicherheitsschleusen

Die Roboter fahren zur Palettenübergabe selbstständig in die gesicherten Bereiche der Verpackungsmaschinen ein. Die Einfahrt-Freigabe wird in Echtzeit per Schnittstellen-Handshake mit dem Würth-System und der Maschinensteuerung abgestimmt.

Selbstständiger Dauerbetrieb

Automatisches Lademanagement und ein Schichtmodell bis hin zum 24/7-Betrieb – ohne dass jemand eingreifen muss.

PIXEL PT im gesicherten Bereich einer Verpackungsmaschine bei Würth Industrie Service, daneben eine Palette mit Kartons auf dem Zuführband
Übergabe an der Verpackungsmaschine

Der Projektverlauf

Nach einer erfolgreichen Testphase startete der Rollout Anfang 2025. Bereits vier Wochen nach Beginn der Installation fuhren die ersten Roboter produktive Transporte.

Wenige Wochen später erweiterte Würth die Betriebszeiten – und skalierte die Flotte innerhalb von drei Monaten von zwei auf vier Roboter, im laufenden Betrieb. Seit Sommer 2025 laufen Roboter im 24/7-Betrieb, seit 2026 inklusive der direkten Ver- und Entsorgung der Verpackungsmaschinen.

Digitaler Zwilling des Logistikbereichs bei Würth Industrie Service im Flottenmanagement W2MO: Fahrwege, die geplante Route eines AMR und die Belegung der Stellplätze
Digitaler Zwilling im Flottenmanagement

Das Ergebnis

  • Direkt an den Verpackungsmaschinen im 24-Stunden-Betrieb: Ver- und Entsorgung inklusive automatischem Lademanagement – ohne Begleitpersonal
  • Skalierung im laufenden Betrieb: Flotte innerhalb von drei Monaten von 2 auf 4 AMRs erweitert
  • Bestehende Halle weiter nutzbar: keine Reflektoren, keine Bodeninduktion, keine abgesperrten Zonen – die Roboter arbeiten im Mischverkehr mit Menschen und Staplern

„Die Leistungsfähigkeit der Pixel PTs in Kombination mit der umfassenden, flexiblen und ergebnisorientierten Betreuung durch Pixel Robotics haben uns absolut überzeugt. Von kleinen Prozessanpassungen bis hin zu abstimmungsintensiven Schnittstellenoptimierungen: Stets wurde schnell reagiert und Leistung geliefert. Unsere Erwartungen wurden hier vollauf erfüllt.“

Adam Söhner Abteilungsleiter Lohnbearbeitung, Würth Industrie Service

Häufige Fragen (FAQ)

Wie schnell war das System bei Würth einsatzbereit?

Bereits vier Wochen nach Beginn der Installation fuhren die ersten Roboter produktive Transporte. Innerhalb von drei Monaten wurde die Flotte im laufenden Betrieb von zwei auf vier Roboter skaliert.

Wie erzeugen Mitarbeiter Transportaufträge – braucht es ein Terminal?

Nein. Mitarbeiter legen einfach einen Marker (Tag) auf die Palette; die KI-Deckenkameras erkennen ihn und erzeugen automatisch den passenden Transportauftrag. Zusätzlich löst eine kamerabasierte Füllgrad-Erkennung der Pufferflächen Transporte automatisch aus, und das Würth-System sendet Aufträge direkt per REST-Schnittstelle.

Können die Roboter direkt an Maschinen andocken?

Ja. Die AMRs fahren selbstständig in die gesicherten Bereiche der Verpackungsmaschinen ein. Die Einfahrt-Freigabe wird in Echtzeit per Schnittstellen-Handshake mit dem Würth-System und der Maschinensteuerung abgestimmt – inklusive Leerpaletten-Nachschub aus dem Palomat innerhalb weniger Minuten.

Waren bauliche Veränderungen in der Halle nötig?

Nein. Es gibt keine Reflektoren, keine Bodeninduktion und keine abgesperrten Zonen. Rund 45 Deckenkameras mit KI-Bildverarbeitung lokalisieren Roboter und Paletten und erzeugen einen digitalen Zwilling des Lagers in Echtzeit – die Roboter arbeiten im Mischverkehr mit Menschen und Staplern.

Ihre Verpackungsmaschinen warten auf Paletten, statt zu laufen?

Sprechen Sie mit uns – wir zeigen Ihnen, wie autonomer Transport Ihre Anlagen rund um die Uhr versorgt.

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